Chili Hot Sauce selber machen: mein Grundrezept

Hot Sauce ist für mich der praktischste Weg, eine große Ernte auf einmal wegzuarbeiten. Aus 750 g Chilis werden je nach Gefäßgröße sechs bis acht Gläser, und die halten bei mir gut über den Winter. Das hier ist mein Grundrezept — es funktioniert mit fast jeder Sorte.

Zutaten

  • 750 g Chilis
  • 6 Zehen Knoblauch
  • 250 ml Weißweinessig
  • 4 TL Salz
  • Gewürze nach Belieben
  • Gefäße zum Abfüllen

Die richtige Chili-Auswahl

Habaneros haben einen tollen Geschmack. Eine Soße nur aus Habaneros ist allerdings extrem scharf und lässt sich dann nicht mehr großzügig verwenden.

Ich tendiere daher meist zu einer Mischung. Habaneros und Jalapeños zusammen sind ein guter Anfang. Bei den ganz scharfen Sorten wie Carolina Reaper mische ich grundsätzlich mit milderen — pur ist die Sauce kaum noch verwendbar.

Gefäße vorbereiten

Einmachgläser und Deckel werden in einem Topf mit Wasser ausgekocht
Gläser und Deckel auskochen — der Schritt, den man am ehesten überspringt und am ehesten bereut.

Egal ob Einmachglas oder hübsches Geschenkfläschchen: Ich versuche nichts dem Zufall zu überlassen und koche sowohl Gefäße als auch Deckel aus, damit keine Verunreinigungen die Sauce beeinträchtigen. Im Zweifel besteht Schimmelgefahr.

Ein Tipp aus Erfahrung: Nimm Gefäße mit breiter Öffnung. Oft genug habe ich Sauce in hübsche Fläschchen abgefüllt, nur um zu merken, dass das Abfüllen zur Qual wird. Und dickflüssige Chili-Sauce aus einer schmalen Öffnung wieder herauszubekommen, ist auch kein Vergnügen.

Zum Verschenken finde ich diese Fläschchen praktisch (Affiliate-Link — für dich ändert sich nichts am Preis).

Chilis waschen

Rote, gelbe und grüne Chilischoten werden in einem Sieb gewaschen
Auch wenn die Chilis sauber aussehen — gewaschen wird trotzdem.

Waschen gehört zum guten Ton in jeder Küche. Was verarbeitet wird, wird auch ordentlich sauber gemacht.

Chilis schneiden

Die Chilis haben einen Strunk und manchmal verhärtete Enden — besonders, wenn du getrocknete Chilis verwendest. Entferne den Strunk mit einem Messer, den kannst du entsorgen.

Die Kerne musst du nicht entfernen. Die kochen wir mit.

Wenn du mit Habaneros oder schärferen Sorten hantierst, rate ich dringend zu Handschuhen. Sonst kann noch am nächsten Tag der Griff ans Auge weh tun. Falls es doch passiert: Schärfe von den Händen entfernen.

Chilis kochen

Nimm einen möglichst großen Topf, das erleichtert dir das Pürieren später.

  1. Knoblauch klein schneiden und auf mittlerer Hitze langsam anbraten — am besten in Butter oder etwas Öl. Optional kannst du Zwiebeln mitbraten.
  2. Chilis dazugeben und so viel Wasser, dass sie fast vollständig bedeckt sind. Temperatur erhöhen.
  3. Etwa 30–40 Minuten kochen, bis die Chilis sehr weich sind. Achte darauf, dass das Wasser nicht vollständig verdampft.

Sauce pürieren

Gekochte Chilis werden im Topf mit dem Pürierstab zu einer orangen Sauce verarbeitet
Gründlich pürieren — je feiner, desto gleichmäßiger wird die Sauce später.

Püriere die Chilis gründlich und gib Essig und Salz hinzu. Koche weitere 10 Minuten, mindestens aber so lange, bis die Masse etwas dickflüssig ist.

Füge nach Belieben weitere Gewürze hinzu. Von A wie Anis bis Z wie Zimt bist du dein eigener Herr — ich nehme gerne etwas Zitronengras (Affiliate-Link).

Sauce abfüllen

Sechs kleine Gläser mit fertiger oranger Hot Sauce auf einem Holzbrett
Das Ergebnis: aus 750 g Chilis werden je nach Gefäßgröße sechs bis acht Gläser.

Während die Sauce noch köchelt, stellst du die Gefäße bereit. Leg eine Unterlage darunter — zumindest ich habe es bisher nicht geschafft, die Küche dabei vollständig sauber zu hinterlassen.

Fülle die Gefäße mit der heißen Sauce und verschließe sie umgehend. Danach abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. Wie alle Lebensmittel hält auch Chili-Sauce gekühlt länger.

Wie lange hält Chili-Sauce?

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Ungeöffnet hält sie deutlich länger als angebrochen. Ist sie einmal offen, hängt es an den Zutaten und daran, ob etwas hineingeraten ist.

Eine sehr scharfe Sauce hält tendenziell länger als eine milde, und ein hoher Essiganteil verlängert die Haltbarkeit zusätzlich. Bei mir haben besonders scharfe Saucen auch schon über ein Jahr gehalten.

Wenn du Bedenken hast oder sich der Geruch verändert hat: sofort entsorgen. Bei Lebensmitteln gehe ich lieber auf Nummer sicher.

Weitere Wege, die Ernte haltbar zu machen

Trocknen · Chilipulver · Einlegen · Chiliöl · Lagern

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