Über mich – Jakob Sommer

Hallo!
Ich bin Jakob. Scharf gegessen habe ich schon immer gern — Chilis anzubauen mache ich seit 2006.

Der Moment, der aus dem Essen ein Hobby gemacht hat

Ich stand bei Bekannten in Alabama in einem komplett vertrockneten Garten. Wochenlang kein Wasser, alles braun. Und mittendrin leuchteten rote Chilis. Ich habe mich ehrlich gewundert, dass da unter diesen Bedingungen überhaupt noch etwas wächst. Also habe ich eine probiert — scharf. Und ein paar Samen mitgenommen.

Weitläufige Anbaufläche mit rot markiertem Bereich, beschriftet mit Chili Anbaufläche
Die Fläche, auf der die Chilis standen, die mich auf die Idee gebracht haben.

Diese eine Beobachtung prägt bis heute alles, was ich hier schreibe: Chilis sind robuster, als man denkt. Die meisten Anleitungen im Netz behandeln sie wie Mimosen. Meine Erfahrung ist eine andere — man bringt sie eher durch zu viel Fürsorge um als durch zu wenig.

Angefangen habe ich im Wohnzimmer

2006 habe ich einen Kern aus einer Chilischote aus dem Supermarkt in einen leeren Blumentopf gesetzt. Ein wenig Wasser, ein paar Tage später schimmerte etwas Grün durch die Erde. Das war ziemlich einfach. Ich habe in den Wochen darauf weitere Chilis besorgt und eingepflanzt und gemerkt: Das Anpflanzen ist gar nicht das Schwere.

Schwer waren zwei andere Dinge — die Pflanzen am Leben halten und richtig gießen. Ein paar Wochen später hatte ich fünf bis acht Pflänzchen, so 20 bis 30 cm hoch, und ein massives Schimmelproblem. Ich habe alles umgetopft und auf den Tipp eines Bekannten gehört, von unten zu gießen, damit die Oberfläche trocken bleibt. Im April oder Mai kamen sie in größere Töpfe und nach draußen — und ein paar Monate später hatte ich meine erste eigene Ernte. 2007 war das.

Nicht nur die Chilis haben angefangen zu brennen, sondern auch meine Leidenschaft.

Was heute bei mir wächst

Inzwischen verteilt sich der Anbau über alles, was ich zur Verfügung habe: Vorkultur auf der Fensterbank, den Sommer über Töpfe auf dem Balkon, ein paar Pflanzen im Garten und die anspruchsvollen chinense-Sorten im Folientunnel — draußen reifen die in kühlen Sommern kaum durch.

Sorten, die ich über die Jahre selbst angebaut habe:

Und dann sind da noch die, deren Namen ich nie erfahren habe. Freunde bringen mir regelmäßig aus dem Urlaub getrocknete Schoten von Straßenhändlern mit. Manches davon keimt, manches nicht — aber die Überraschung im Sommer ist jedes Mal der beste Teil daran.

Was ich nicht mache: überwintern. Chilis sind mehrjährig und im zweiten Jahr oft ertragreicher, aber mir fehlt der Platz, um die Kübel hell und frostfrei durch den Winter zu bringen. Ich ziehe jedes Jahr neu.

Warum es diese Seite gibt

Ich schreibe hier auf, was bei mir funktioniert hat und was nicht — vor allem für Anfänger, die noch keinen grünen Daumen haben. Fehler sind dabei oft der nützlichere Teil: Das Schimmelproblem aus meinem ersten Jahr hat mir mehr beigebracht als jede geglückte Ernte.

Schreib mir gern eine E-Mail, wenn du Fragen oder Verbesserungsvorschläge hast. Ich freue mich über Austausch. Über die Jahre kamen dabei einige schöne Gespräche zustande — einmal habe ich während der Skiferien im März in den österreichischen Alpen einen Notfall-Anruf bekommen und musste helfen, Chili-Keimlinge zu retten. Andere halten mich über den Fortschritt ihrer Pflanzen auf dem Laufenden. Ich hoffe, deinen „Kindern“ geht es weiterhin gut, Andy! 🙂

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