Auf dieser Seite stehen alle 34 Chilisorten, zu denen ich ein eigenes Porträt geschrieben habe, sortiert nach Schärfe von 0 bis 2.693.000 Scoville. Zu jeder Sorte steht der Scoville-Bereich und der eine Punkt, der sie von den Nachbarinnen in derselben Schärfeklasse unterscheidet. 15 davon baue ich selbst an, seit 2007 auf der Fensterbank, auf dem Balkon, im Garten und im Folientunnel.
Wenn du nur eine Antwort brauchst: Für das erste Jahr nimmst du die Jalapeño oder die Cayenne. Beide keimen in unter zwei Wochen und liefern auch in einem mäßigen Sommer eine Ernte. Für Saucen mit Aroma ist die Habanero meine Standardsorte. Die Carolina Reaper ist die schärfste Sorte, die du hier anbauen kannst, und sie braucht die komplette Saison. Die Pepper X steht an der Spitze der Skala, ist aber als Saatgut nicht zu bekommen.

Alle Informationen auf einen Blick
CHILI-LEXIKON
56 Sorten nach Schärfegrad: Sorte antippen für den Steckbrief.
Mild (0 bis 999 SHU)
- Gemüsepaprika (0 SHU, Capsicum annuum)
- Habanada (0 bis 100 SHU, Capsicum chinense)
- Shishito (50 bis 200 SHU, Capsicum annuum)
- Fushimi (0 bis 500 SHU, Capsicum annuum)
- Banana Pepper (0 bis 500 SHU, Capsicum annuum)
- Friggitello (100 bis 500 SHU, Capsicum annuum)
Pikant (1.000 bis 9.999 SHU)
- Padrón (500 bis 2.500 SHU, Capsicum annuum)
- Anaheim (500 bis 2.500 SHU, Capsicum annuum)
- Poblano (1.000 bis 2.000 SHU, Capsicum annuum)
- Cascabel (1.000 bis 3.000 SHU, Capsicum annuum)
- Piment d’Espelette (3.000 bis 4.000 SHU, Capsicum annuum)
- Mirasol (Guajillo) (2.500 bis 5.000 SHU, Capsicum annuum)
- Jalapeño (2.500 bis 8.000 SHU, Capsicum annuum)
- Fresno (2.500 bis 10.000 SHU, Capsicum annuum)
- Ají Fantasy (5.000 bis 10.000 SHU, Capsicum baccatum)
- Ungarische Wachspaprika (5.000 bis 10.000 SHU, Capsicum annuum)
Mittelscharf (10.000 bis 99.999 SHU)
- Serrano (10.000 bis 23.000 SHU, Capsicum annuum)
- Peter Pepper (5.000 bis 30.000 SHU, Capsicum annuum)
- Bishop’s Crown (5.000 bis 30.000 SHU, Capsicum baccatum)
- Peperoncino Calabrese (15.000 bis 30.000 SHU, Capsicum annuum)
- Chile de Árbol (15.000 bis 30.000 SHU, Capsicum annuum)
- Lemon Drop (15.000 bis 30.000 SHU, Capsicum baccatum)
- Ají Cristal (15.000 bis 30.000 SHU, Capsicum baccatum)
- Cayenne (30.000 bis 50.000 SHU, Capsicum annuum)
- Tabasco (30.000 bis 50.000 SHU, Capsicum frutescens)
- Ají Charapita (30.000 bis 50.000 SHU, Capsicum chinense)
- Ají Amarillo (30.000 bis 50.000 SHU, Capsicum baccatum)
- Pequin (30.000 bis 60.000 SHU, Capsicum annuum)
- Rocoto (30.000 bis 100.000 SHU, Capsicum pubescens)
- Manzano (30.000 bis 100.000 SHU, Capsicum pubescens)
- Chiltepin (Tepin) (50.000 bis 100.000 SHU, Capsicum annuum)
- Bird’s Eye (50.000 bis 100.000 SHU, Capsicum annuum)
- Kanthari (50.000 bis 100.000 SHU, Capsicum frutescens)
- Sugar Rush Peach (50.000 bis 100.000 SHU, Capsicum baccatum)
- Malagueta (60.000 bis 100.000 SHU, Capsicum frutescens)
Sehr scharf (100.000 bis 999.999 SHU)
- Piri Piri (50.000 bis 175.000 SHU, Capsicum frutescens)
- Datil (100.000 bis 300.000 SHU, Capsicum chinense)
- Devil’s Tongue (125.000 bis 325.000 SHU, Capsicum chinense)
- Scotch Bonnet (100.000 bis 350.000 SHU, Capsicum chinense)
- Orange Habanero (100.000 bis 350.000 SHU, Capsicum chinense)
- Madame Jeanette (125.000 bis 325.000 SHU, Capsicum chinense)
- Fatalii (125.000 bis 400.000 SHU, Capsicum chinense)
- White Habanero (200.000 bis 350.000 SHU, Capsicum chinense)
- Chocolate Habanero (200.000 bis 450.000 SHU, Capsicum chinense)
- Red Savina Habanero (248.556 bis 577.000 SHU, Capsicum chinense)
- Bhut Jolokia (Ghost Pepper) (800.000 bis 1.001.304 SHU, Capsicum chinense)
Extrem (ab 1 Mio. SHU)
- Naga Morich (900.000 bis 1.100.000 SHU, Capsicum chinense)
- Dorset Naga (900.000 bis 1.200.000 SHU, Capsicum chinense)
- Trinidad Scorpion Butch T (1.200.000 bis 1.463.700 SHU, Capsicum chinense)
- 7 Pot Douglah (900.000 bis 1.850.000 SHU, Capsicum chinense)
- Naga Viper (1.382.118 SHU, Capsicum chinense)
- Trinidad Moruga Scorpion (1.207.764 bis 2.000.000 SHU, Capsicum chinense)
- 7 Pot Primo (1.469.000 bis 1.790.000 SHU, Capsicum chinense)
- Komodo Dragon (1.400.000 bis 2.200.000 SHU, Capsicum chinense)
- Carolina Reaper (1.400.000 bis 2.200.000 SHU, Capsicum chinense)
- Pepper X (2.693.000 SHU, Capsicum chinense)
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Welche Sorte wofür
Die Schärfe ist bei der Sortenwahl der unwichtigste Punkt. Entscheidend ist, was du mit den Schoten vorhast und wie lang dein Sommer ist. Diese Tabelle ist die Kurzfassung meiner Erfahrung:
| Zweck | Sorten | Warum |
|---|---|---|
| Erstes Jahr | Jalapeño, Cayenne | keimen in 7 bis 14 Tagen, verzeihen Gießfehler, setzen ab Ende Juli an |
| Einlegen und Füllen | Jalapeño, Poblano, Banana Pepper | dickwandig, bleiben im Glas und im Ofen in Form |
| Trocknen und Pulver | Cayenne, Tepin, Bird’s Eye, Tabasco | dünnwandig, trocknen an der Schnur ohne Gerät |
| Hot Sauce mit Aroma | Habanero, Scotch Bonnet, Ají Amarillo | fruchtig, Schärfe zwischen 30.000 und 350.000 Scoville |
| Schmaler Balkon | Tepin, Pequin, Serrano | kompakter Wuchs, 5 bis 10 Liter Topf reichen |
| Kurzer Sommer | Jalapeño, Serrano, Cayenne | reif 70 bis 90 Tage nach dem Auspflanzen |
| Spitze der Skala | Ghost Pepper, Carolina Reaper | nur mit Aussaat im Januar, Heizmatte und warmem Standort |
| Mexikanische Küche | Poblano, Guajillo, Jalapeño | die drei Schoten hinter Mole, Salsa und Chipotle |
Sorten, die ich selbst anbaue
Über die Jahre sind 15 Sorten zusammengekommen, die bei mir regelmäßig in der Erde stehen. Dazu kommen jedes Jahr Schoten ohne Namen, die Freunde von Straßenhändlern aus dem Urlaub mitbringen. Die Samen daraus keimen erstaunlich oft, und manche davon haben sich als die zuverlässigsten Pflanzen der Saison herausgestellt.
| Sorte | Art | Bei mir |
|---|---|---|
| Jalapeño | annuum | die Sorte, mit der ich Einsteigern zum Anfangen rate; zwei Pflanzen decken den Jahresbedarf an eingelegten Ringen |
| Cayenne | meine Vorratssorte, eine Pflanze bringt Pulver für ein Jahr | |
| Serrano | bringt den höchsten Ertrag aller annuum-Sorten | |
| Anaheim | mild, große Schoten zum Füllen | |
| Poblano | große Pflanze, braucht bei mir 20 Liter | |
| Gemüsepaprika | läuft im Tunnel am besten | |
| Tepin und Pequin | winzige Schoten, zähe Pflanzen, 14 bis 28 Tage Keimung | |
| Tabasco | frutescens | Schoten stehen aufrecht, deutlich später dran als die Cayenne |
| Piri Piri | buschig, ertragreich, mein Trockenvorrat neben der Cayenne | |
| Orange Habanero | chinense | mein Standard für Sauce |
| Chocolate Habanero | rauchiger als die orange | |
| Scotch Bonnet | braucht bei mir den Folientunnel | |
| Ghost Pepper | die gutmütigste unter den schärfsten Sorten | |
| Carolina Reaper | die anspruchsvollste in meinem Bestand |

Was ich mit den Sorten anstelle und wo die Grenzen liegen, steht im Leitfaden Chili anbauen. Dort stehen auch die Keimzeiten, mit denen ich bei jeder dieser Sorten rechne.
Alle Sortenporträts nach Schärfe
Die Klassen entsprechen der Scoville-Leiter oben. Die Werte stammen aus den jeweiligen Steckbriefen. Wo Messungen sich widersprechen, steht das im Porträt ausführlich. Zur Einordnung der Zahlen: Scoville-Skala.
Mild: unter 1.000 Scoville
Gemüsepaprika · 0 SHU. Botanisch dieselbe Art wie die Jalapeño, nur fehlt ihr das Gen für Capsaicin. Wer den Chili-Anbau lernen will, kann mit ihr üben, alles verhält sich gleich. Bei mir läuft sie im Tunnel am besten.
Banana Pepper · 0 bis 500 SHU. Die milde gelbe Schote zum Einlegen, 10 bis 15 cm lang. Sie wird oft mit der Ungarischen Wachspaprika verwechselt, die deutlich schärfer ausfallen kann.
Fushimi · 0 bis 500 SHU. Japanische Bratpaprika, schlank und dünnwandig, wird grün im Ganzen gebraten. Sie ist die Sorte für alle, die Chili als Gemüse statt als Gewürz wollen.
Pikant: 1.000 bis 10.000 Scoville
Anaheim · 500 bis 2.500 SHU. Die milde Bratchili aus Kalifornien: 15 bis 20 cm, dickwandig, wird geröstet und gehäutet. Bei mir wächst sie unkompliziert und liefert große Schoten zum Füllen.
Poblano · 1.000 bis 2.000 SHU. Herzförmig, dickwandig, die Füllchili für Chiles Rellenos. Die Pflanze wird groß und braucht bei mir 20 Liter, sonst bleiben die Schoten klein.
Ancho · 1.000 bis 2.000 SHU. Die rot ausgereifte, getrocknete Poblano unter ihrem Handelsnamen. Eigenes Saatgut braucht sie deshalb nicht, das Porträt erklärt die drei Namen derselben Pflanze.
Mulato Isleño · 500 bis 3.000 SHU. Eine dunkel abreifende Poblano-Linie, getrocknet die dritte Schote im mexikanischen Mole-Trio neben Ancho und Guajillo. Sie schmeckt nach Backpflaume und Kakao.
Guajillo · 2.500 bis 5.000 SHU. Die meistverwendete Trockenchili Mexikos, frisch heißt dieselbe Schote Mirasol. Ihr Aroma ist säuerlich und erinnert an schwarzen Tee.
Jalapeño · 2.500 bis 8.000 SHU. Die Sorte für das erste Jahr: keimt in 7 bis 12 Tagen, bildet 30 bis 60 dickwandige Schoten und wird meist grün geerntet. Auf dem Südbalkon hatte ich 38 Schoten an der besten Pflanze.
Chipotle · 2.500 bis 8.000 SHU. Die rot geerntete, geräucherte und getrocknete Jalapeño. Wer Jalapeños anbaut, kann Chipotles selbst machen, das Räuchern dauert vier bis acht Stunden.
Morita · 2.500 bis 8.000 SHU. Die kürzer geräucherte Chipotle-Variante. Sie bleibt weicher und schmeckt fruchtiger, mit einer Kirschnote.
Ají Fantasy · 5.000 bis 10.000 SHU. Eine baccatum auf Jalapeño-Niveau, aber mit deutlich fruchtigerem Aroma. Sie reift orange bis gelb und gehört zu den milderen Sorten ihrer Art.
Mittelscharf: 10.000 bis 100.000 Scoville
Serrano · 10.000 bis 23.000 SHU. Die schärfere Schwester der Jalapeño, schlanker und dünnwandiger, wird grün und roh in Salsa verde verwendet. Bei mir hat sie den höchsten Ertrag von allen annuum-Sorten.
Peter Pepper · 5.000 bis 30.000 SHU. Bekannt für ihre gefaltete Fruchtform und deshalb meist als Kuriosität angebaut. Als Chili taugt sie trotzdem, mit genug Fruchtfleisch für Saucen.
Cayenne · 30.000 bis 50.000 SHU. Die Standardsorte zum Trocknen: dünnwandig, gerade, 10 bis 15 cm. Eine Pflanze liefert bei mir Pulver für ein Jahr, in einer guten Saison waren es 54 Schoten.
Tabasco · 30.000 bis 50.000 SHU. Eine frutescens mit aufrecht stehenden Schoten, die Sorte hinter der Sauce aus Louisiana. Sie keimt bei mir in 14 bis 21 Tagen und ist deutlich später dran als die Cayenne.
Ají Amarillo · 30.000 bis 50.000 SHU. Die wichtigste Chili der peruanischen Küche, orange, fruchtig, mit langen Schoten. Als baccatum wird die Pflanze groß und braucht Platz.
Pequin · 30.000 bis 60.000 SHU. Die kleine längliche Wildform, Pequin und Piquin sind dieselbe Schote. Winzige Früchte, zähe Pflanze, 14 bis 28 Tage Keimung.
Chiltepin · 50.000 bis 100.000 SHU. Die wilde Ausgangsform aller annuum-Sorten, erbsengroß und rund, in Mexiko bis heute gesammelt statt angebaut. Bei mir die zäheste Pflanze im Bestand.
Bird’s Eye · 50.000 bis 100.000 SHU. Ein Sammelbegriff für kleine, aufrecht stehende Schoten aus zwei Arten; Thai-Chilis und Piri Piri laufen darunter. Meine Piri Piri wächst buschig und liefert reichlich.
Kanthari · 50.000 bis 100.000 SHU. Die weiße Chili aus Kerala, reift elfenbeinfarben statt rot. Botanisch eine frutescens wie die Tabasco.
Sehr scharf: 100.000 bis 1 Million Scoville
Datil · 100.000 bis 300.000 SHU. Eine chinense aus Florida im Habanero-Bereich. Sie schmeckt vorne süßer, und die Schärfe baut sich langsam auf.
Devil’s Tongue · 125.000 bis 325.000 SHU. Eine Zufallsentdeckung aus einem Habanero-Beet in Pennsylvania, gelb und zungenförmig. Die Schärfewerte sind Händlerangaben, gemessen hat sie nie ein Labor.
Scotch Bonnet · 100.000 bis 350.000 SHU. Die karibische Schwester der Habanero, gedrungener, süßlicher und rund drei Wochen später reif. Bei mir braucht sie den Folientunnel.
Habanero · 100.000 bis 350.000 SHU. Fruchtig, blumig, mit einem Geruch, der beim Aufschneiden durch die Küche zieht. Sie ist meine Standardsorte für Sauce und die schärfste, die ich noch nach Geschmack verwende.
Chocolate Habanero · 200.000 bis 450.000 SHU. Braun statt orange, rauchiger und erdiger im Aroma und ein Stück schärfer. Nach Schokolade schmeckt daran nichts.
Red Savina · 248.556 bis 577.000 SHU. Von 1994 bis 2007 Rekordhalterin, für sie kursieren drei verschiedene Messwerte. Das Porträt erklärt, warum keiner davon falsch ist.
Extrem: über 1 Million Scoville
Ghost Pepper (Bhut Jolokia) · 1.001.304 SHU. Die erste Chili, für die ein Labor mehr als eine Million bestätigt hat. Unter den schärfsten Sorten ist sie die gutmütigste, und sie steht bei mir jedes Jahr im Tunnel.
Trinidad Moruga Scorpion · 1.207.764 SHU im Durchschnitt. Sie gilt überall als ehemalige Rekordhalterin, hatte aber nie einen Guinness-Titel. Der Wert stammt aus einer Messreihe der New Mexico State University.
7 Pot Primo · 1.469.000 bis 1.790.000 SHU nach Züchterangabe. Für diese Sorte gibt es keine unabhängige Labormessung. Die überall zitierte Zahl 1.473.480 ist eine Händlerangabe.
Naga Viper · 1.382.118 SHU. Ein Dreifach-Hybrid aus Naga Morich, Bhut Jolokia und Trinidad Scorpion, deshalb fällt sie aus Samen selten sortenecht. Rekordhalterin für wenige Tage im Jahr 2011.
Komodo Dragon · rund 1.400.000 SHU nach Händlerangabe. Eine Chili aus dem britischen Supermarkt statt aus einer Züchterszene, 2015 über Tesco eingeführt. Belastbare Messungen fehlen.
Carolina Reaper · 1.641.183 SHU. Rekordhalterin von 2013 bis Oktober 2023 und die schärfste Sorte, die du regulär als Saatgut bekommst. Sie ist die anspruchsvollste Pflanze in meinem Bestand: 21 bis 35 Tage Keimung, Ernte ab September.
Pepper X · 2.693.000 SHU. Seit Oktober 2023 an der Spitze. Es gibt kein Saatgut, jedes Angebot unter diesem Namen enthält etwas anderes. Was es zu kaufen gibt, steht unter Pepper X kaufen, die ganze Rekordgeschichte unter Schärfste Chili der Welt.
Namen, die keine Sorten sind
Ein Teil der Verwirrung im Handel entsteht, weil der Name einer Chili oft ihren Zustand beschreibt. Die Genetik dahinter bleibt dieselbe. Das gilt besonders für die mexikanische Küche:
| Handelsname | Dieselbe Pflanze als | Was der Name beschreibt |
|---|---|---|
| Chipotle, Morita | Jalapeño | rot geerntet, geräuchert, getrocknet |
| Ancho | Poblano | rot ausgereift und getrocknet |
| Mulato | dunkle Poblano-Linie | dunkel abgereift und getrocknet |
| Guajillo | Mirasol | getrocknet |
| Cayennepfeffer | Cayenne oder eine Mischung | gemahlen; der Begriff ist im Handel nicht geschützt |
| Bird’s Eye, Piri Piri, Thai | mehrere Sorten aus zwei Arten | kleine, aufrecht stehende Schoten |
| Peperoni | beliebige annuum-Sorte | in Deutschland Sammelbegriff für längliche Schoten |
Wer für Ancho, Chipotle oder Guajillo Saatgut sucht, kauft also Poblano, Jalapeño und Mirasol. Wie die fünf Kulturarten zusammenhängen und warum eine chinense anders keimt als eine annuum, steht unter Capsicum-Arten.
Häufige Fragen
Wie viele Chilisorten gibt es?
Niemand zählt sie verbindlich. Gesichert sind fünf Kulturarten der Gattung Capsicum, darunter mehrere tausend benannte Sorten und Landrassen. Auf dieser Seite stehen 34 Sorten mit eigenem Porträt, 15 davon aus meinem eigenen Anbau.
Welche Chilisorte ist die schärfste?
Die Pepper X mit 2.693.000 Scoville, seit Oktober 2023 Guinness-Rekordhalterin. Anbauen kannst du sie nicht, es gibt kein Saatgut. Die schärfste Sorte für den eigenen Garten ist die Carolina Reaper mit 1.641.183 Scoville im zertifizierten Durchschnitt.
Welche Chilisorte eignet sich für Anfänger?
Jalapeño oder Cayenne. Beide sind Capsicum annuum, keimen in 7 bis 14 Tagen und bringen ab Ende Juli die ersten Schoten hervor. Die chinense-Sorten wie Habanero und Carolina Reaper brauchen eine Aussaat im Januar und eine Heizmatte. Für das erste Jahr rate ich davon ab.
Welche Chilisorten wachsen auf dem Balkon?
Alle, die Frage ist die Topfgröße. Kompakte Sorten wie Tepin, Pequin, Piri Piri und Serrano kommen mit 5 bis 10 Litern aus. Jalapeño und Cayenne brauchen 10 bis 12 Liter, Habanero und Carolina Reaper 15 bis 20. Auf meinem Südbalkon trockneten Tontöpfe im Juli an einem Tag aus, dort habe ich täglich gegossen.
Welche Chilisorten sind mild?
Die Gemüsepaprika mit 0 Scoville, Banana Pepper und Fushimi mit bis zu 500, Anaheim mit 500 bis 2.500 und Poblano mit 1.000 bis 2.000 Scoville. Alle lassen sich wie Gemüse verwenden: braten, füllen, einlegen.
Welche Chilisorte eignet sich zum Trocknen?
Dünnwandige Sorten: Cayenne, Tepin, Pequin, Bird’s Eye und Tabasco trocknen an einer Schnur in zwei bis drei Wochen durch. Dickwandige Sorten wie Jalapeño und Habanero schimmeln an der Luft von innen. Die friere ich ein oder verarbeite sie zu Sauce.
Weiterlesen: Chili anbauen · Chili aussäen · Scoville-Skala · Capsicum-Arten · Chilis auf dem Balkon
